(dgk) Eine ungenügend behandelte Osteoporose (Knochenschwund) bedeutet häufig eine Karriere in die Hilflosigkeit: Jeder Schritt bereitet Schmerzen und die Betroffenen bewegen sich immer unsicherer. Die Angst vor Stürzen lässt sie zunehmend in ihren vier Wänden verharren. Sie können sich nicht mehr selbst versorgen und am Ende dieser Entwicklung steht häufig das Pflegeheim.
Die Lebensqualität der Menschen leidet unter den Einschränkungen und der Abhängigkeit von fremder Hilfe enorm. Zusätzlich entstehen volkswirtschaftlich hohe Kosten, die vermieden werden, wenn man von Anfang an die Selbständigkeit der Osteoporose-Patienten fördert. Ein spezielles Krafttraining der Muskeln gehört genauso zu diesem Therapiekonzept, wie Ernährungsberatung, ergotherapeutische Betreuung, Krankengymnastik und Anleitungen, um Stürze zu vermeiden.
Häufig hindern unerträgliche Dauerschmerzen die Betroffenen daran, diese Maßnahmen zu ergreifen. Eine gezielte und effektive Schmerztherapie ist deshalb der erste unverzichtbare Schritt Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhalten.
Damit die Aktivitäten des täglichen Lebens durch die Medikamenteneinnahme nicht zu sehr eingeschränkt werden, ist darauf zu achten, dass der Patient sich seine Medikamente selbst verabreichen kann und dass sie möglichst lange wirken. Die Behandlung erfolgt nach den Empfehlungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation). Bei quälenden Dauerschmerzen werden je nach Schwere der Schmerzen schwach oder stark wirksame Opioide eingesetzt. Tätigkeiten, wie Einkaufen, Kochen und Besuche sind bei einer erfolgreichen Schmerztherapie, selbst bei fortgeschrittener Osteoporose, wieder möglich.
In einer Studie, die Dr. Pfeifer von der Fürstenhof-Klinik in Bad Pyrmont durchführte, erwies sich die Behandlung mit einem Schmerzpflaster, das den Wirkstoff Fentanyl enthält, als effektiv und nebenwirkungsarm. Denn neben einer guten Schmerzlinderung, ermöglichte die lange Wirkdauer der Pflastertherapie von 72 Stunden den Betroffenen wieder ein annähernd normales Leben zu führen.

