(sra) „Bei der Behandlung von chronischen Schmerzen wurden in den letzten Jahren beachtliche Erfolge erzielt“, urteilt der Berliner Schmerzspezialist Dr. Jan-Peter Jansen. Viele Ärzte verordnen mittlerweile Opioide von sich aus deutlich aktiver als früher. Auch die Notwendigkeit einer individuell abgestimmten Schmerztherapie setzt sich immer mehr durch. Doch zufrieden ist Jansen mit der Situation noch nicht.
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| Quelle: Deutsches Grünes Kreuz |
Schätzungsweise die Hälfte aller Krebspatienten leidet an Durchbruchschmerzen. Dabei handelt es sich laut der Europäischen Gesellschaft für Palliativmedizin um eine vorübergehende Verstärkung der Beschwerden in sonst stabilen Schmerzverhältnissen. Durchbruchschmerzen werden oft falsch oder gar nicht erkannt. „Die Behandlung ist meist suboptimal“, so Jansen. „Mehr Aufklärung würde Patienten und Ärzte weiterbringen.“
Bislang werden Durchbruchschmerzen bei Krebspatienten allein deshalb unterschätzt, weil es so viele verschiedene Definitionen für die Beschwerden gibt. Manchmal werden alle attackenförmigen Schmerzzustände, von Nervenschmerzen bis Migräneanfällen, als Durchbruchschmerz bezeichnet. Gemeint sind von den Fachgesellschaften aber nur solche Schmerzen, die zusätzlich und unkontrollierbar für kurze Zeit bei Patienten auftreten, die ansonsten optimal mit Schmerzmitteln eingestellt sind. Diese Unterscheidung ist wichtig. „Für die Behandlung echter Durchbruchschmerzen werden ganz andere Medikamente benötigt als für die sonst noch fälschlicherweise als Durchbruchschmerz bezeichneten Schmerzphänomene“, erklärt der Leiter des Schmerzzentrums Berlin.
Kommt es trotz vorhandener Schmerztherapie zu Episoden unkontrollierten Schmerzes, ist eine zusätzliche Behandlung mit schnell wirkenden Opioiden erforderlich. Denn Durchbruchschmerzen sind meist nicht vorhersehbar. Sie beginnen rasch und dauern nur kurz an – meist eine halbe Stunde. „Sie fühlen sich meist genauso an wie die Dauerschmerzen, treten auch an derselben Stelle auf, sind aber viel heftiger“, berichtet Jansen weiter.
Durchbruchschmerzen werden im Idealfall mit schnell wirkenden Mitteln von kurzer Wirkdauer behandelt. „Medikamente, die erst noch den Magen-Darm-Trakt passieren müssen, sind dabei denkbar ungeeignet“, erläutert der Schmerztherapeut aus Berlin. Die Schmerzstillung setzt damit viel zu spät ein. Der Wirkstoff Fentanyl kann die Mundschleimhaut sehr schnell passieren. Deshalb gibt es einen fentanylhaltigen Stick, der an der Schleim haut gerieben werden kann. Die Handhabung ist sehr einfach für die Patienten. Die Wirkung setzt nach fünf Minuten ein und hält nicht länger als eine bis eineinhalb Stunden an.
Inzwischen gibt es aber auch ein Nasen spray und zwei verschiedene Tablettenformen für diese gewünschte rasche Anflutung im Körper. Die Wirkung kann bereits nach 7-11 min. erzielt werden und entspricht somit einer wirklichen Schmerzspitzenbehandlung. Wichtig: Alle diese Medikamente sind nur zur Schmerz-Spitzen-Behandlung bei Krebs-bedingten Schmerzzuständen zugelassen.
Durchbruchschmerzen werden allerdings in der Praxis noch zu wenig erfragt und behandelt. „Das liegt auch daran, dass die Patienten – gerade die älteren unter ihnen – nicht ausdrücklich über diese Beschwerden sprechen“, bedauert Jansen. Dabei lässt sich auch der Durchbruchschmerz inzwischen gut behandeln. Schmerzfreiheit erleichtert den Tagesablauf und bedeutet einen Zugewinn an Lebensqualität, der oft unterschätzt wird. Jansen möchte die Betroffenen deshalb ermuntern, ihre Schmerzattacken beim Arzt anzusprechen, damit die Behandlung verbessert werden kann.



Schauen Sie doch bitte mal unter http://www.schmerzcode.eu und suchen in der Nähe Ihres Wohnortes ein Zentrum, das können Sie anmailen und nach Jemandem in Ihrer Wohnortnähe fragen…
Gute Besserung!
ich bin seit langer zeit ein schmerzpatient , c.krank.; seit 9 jahren nehme ich tramal long 200 omep und bluthochdruckmittel meine schmerzen sind jetzt an einen pünkt angelangt wo ich ernsthaft um hilfe bitte ich werde mich auch als versuchsobjekt anbieten wenn es nicht anders geht ,wehr kann helfen mein hausarzt kann es nicht. mit besten grüßen frau hildebrandt !
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